Im Dienst ihres Glaubens
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz entsendet zwölf Menschen zu Gemeinde- und Pastoralreferenten. Welche Motivation treibt sie an, was bewegt sie?
Paderborn (pdp). Zwölf Menschen im Erzbistum Paderborn befinden sich aktuell an einem entscheidenden Punkt in ihrem beruflichen Leben – und in ihrem Leben als Christ. Sie werden am nächsten Samstag, 27. September, von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in den Dienst der Gemeinden des Erzbistums entsandt und bekennen sich dazu, ihren Glauben nicht mehr nur persönlich zu leben, sondern auch in das Leben anderer hineinzutragen.
Die zwölf Sendungsanwärterinnen und -anwärter blicken auf eine Vielfalt biografischer Hintergründe zurück. Was sie eint, ist ihr christlicher Glaube und ihr Bestreben, die Kirche vor Ort nachhaltig zu gestalten.
Nah am Puls der Zeit
Franz Ellendorf aus der Gemeinde St. Elisabeth in Bielefeld wurde 1992 geboren. 2011 absolvierte er sein Abitur an der Gesamtschule Bielefeld Brackwede. 2016 entschied er sich für ein Studium der Religionspädagogik, das er 2019 mit dem Bachelorgrad abschloss. Bereits vor seinem Studium engagierte sich Franz Ellendorf in einem 16-monatigen Freiwilligendienst bei einem christlichen Jugendtreff im Ausland. Seine Assistenzzeit führte Franz Ellendorf zunächst in die Lieberfeld Grundschule in Dortmund-Wellinghofen und in die Katholische Kirchengemeinde St. Clara in Dortmund-Hörde. Sein drittes Ausbildungsjahr verbrachte der gebürtige Bielefelder im Pastoralverbund Dortmunder Westen, wo er auch in Zukunft eingesetzt sein wird. Das Christ-Sein erlebt Franz Ellendorf vor allem in der Gemeinschaft. „Ich kann es nicht für mich allein sein. Ich kann mich nicht zu Hause verkriechen. Christ muss ich auch für andere Menschen und im Einsatz für sie sein“, erklärt er. Die Frage danach, warum er den beruflichen Weg des Gemeindereferenten eingeschlagen hat, beantwortete er einfach: „Der eigene Glaube ist einer der grundlegenden Aspekte des eigenen Lebens. Und wenn ich mich schon für den Glauben entschieden habe, dann kann ich ihn auch zum Beruf machen. Oft kann ich dafür auch meine eigenen Interessen und Begabungen nutzen.“ Wichtig sei ihm, daran mitzuarbeiten, dass sich die Kirche von altem Ballast löse, um die Frohe Botschaft verkünden zu können. „Ich finde, die Kirche darf nicht bloß ein Hort vor Veränderung in einer sich verändernden Welt sein – selbst, wenn sich viele Menschen danach sehnen.“ Kirche müsse vielmehr nah am Puls der Zeit sein, Veränderungen mitgehen und mitgestalten. „Selbstverständlich muss sie das auf dem soliden Grund des Evangeliums tun, der Basis, auf der sie Menschen Halt gibt“, folgert Ellendorf. Das sei eben nicht die Aufweichung des Glaubens, sondern seine Vertiefung, erklärte der Bielefelder weiter.
Engagement im lokalen Raum
Karolina Müller aus der St. Elisabeth Gemeinde in Weißenfels im Bistum Magdeburg zog es für das Studium der Angewandten Theologie an die Katholischen Hochschule in Paderborn. Zuvor absolvierte Müller, die 1998 geboren wurde, ihr Fachabitur im Bereich Sozialwesen. Ihre Assistenzzeit verbrachte sie zunächst im Bistum Magdeburg, bevor sie für das dritte Ausbildungszeit in den Pastoralen Raum Steinheim-Marienmünster-Nieheim im Erzbistum Paderborn kam. Künftig wird sie im Pastoralen Raum Brakeler Land wirken. Vor ihrem Studium engagierte sich Karolina Müller bereits als Teamerin bei Religiösen Schülertagen und der Religiösen Kinderwoche. „Gleichzeitig habe ich in dieser Zeit gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus meiner Heimatgemeinde und der Stadt Weißenfels unter der Leitung des Gemeindereferenten die JugendCityPastoral in Weißenfels aufgebaut“, berichtete Müller. Christ zu sein bedeutet für Karolina Müller, zu zeigen, dass Kirche und Glaube trotz jahrhundertealter Tradition aktuell und lebensnah bleibt. Dafür gelte es, die passenden Formen zu finden. „Zugleich ist es mir wichtig in der Gesellschaft für christliche Werte einzutreten und diese authentisch zu leben“, betont Müller. Den Beruf der Gemeindereferentin empfindet die Magdeburgerin als facettenreich: „Kein Tag gleicht dem anderen und ich habe die Chance, den Glauben auf vielfältige und kreative Weise weiterzugeben. Es begeistert mich, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu begegnen, sie zu begleiten und gemeinsam Kirche lebendig zu gestalten.“
Im Beruf angekommen, möchte sie ein starkes Netzwerk aufbauen und sich im lokalen Raum engagieren: „So können wir als Kirche mitten in der Gesellschaft präsent sein und gemeinsam mit anderen Menschen Verantwortung übernehmen.“
Von Gott getragen
Paul Schroeter aus der St. Mauritius Gemeinde in Enniger im Bistum Münster will Menschen Antworten geben auf jene Hoffnung, die ihn erfüllt. Als Christ ist es ihm wichtig, an einer Gesellschaft und einer Kirche mitzubauen, in der sich alle Menschen frei entfalten und entwickeln können. „Gott hat unsere Freiheit gewollt und uns in die Freiheit geführt. Ich glaube, das tut er auch heute noch. Er hat nicht vor 2.000 Jahren damit aufgehört“, ist sich Paul Schroeter sicher. Schroeter, der 1993 geboren wurde, hat sein Abitur 2013 am Gymnasium St. Michael in Ahlen abgeschlossen. An der WWU Münster und am ICS Münster studierte er anschließend Katholische Theologie und Christliche Sozialwissenschaft. Als theologischer Referent beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Düsseldorf und Paderborn und als Job-Coach für Menschen im ALG-II-Bezug sammelte er erste berufliche Erfahrungen. In seiner Assistenzzeit war er im CityKloster Bielefeld sowie im Pastoralen Raum Bielefeld beschäftigt. Künftig möchte er zu gleichen Teilen im Pastoralverbund Stockkämpen und – nach erfolgreicher Wahl Ende September – als Geistliche Leitung der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Diözesanverband Paderborn wirken. Bereits zuvor hatte sich Paul Schroeter in vielfältiger Weise kirchlich engagiert: Vier Jahre lang war er Mitglied im Pfarrgemeinderat und der Messdienerleitungsrunde sowie in der Kolpingjugend seiner Heimatgemeinde. Während des Studiums setzte er sich als ehrenamtlicher Diözesanleiter der Kolpingjugend Diözesanverband Münster und als Landesleiter der Kolpingjugend Landesverband Nordrhein-Westfalen ein. In seiner bevorstehenden beruflichen Tätigkeit als Pastoralreferent wolle er Menschen darin bestärken, sich selbst zu verwirklichen und auszuprobieren. „Ich möchte Menschen, vor allem jungen Menschen, das Gefühl vermitteln, dass sie dabei immer von Gott getragen werden und ihnen Glaubenserfahrungen ermöglichen, die zeigen, dass Gott sie unterstützt“, erklärt Schroeter. Positive Erfahrungen habe er dahingehend bereits in seiner Assistenzzeit sammeln können, als es ihm innerhalb verschiedener Projekte bereits gelungen war, komplexe Themen, die aktuell im großen Raum der Kirche diskutiert werden, herunterzubrechen, um sie Menschen vor Ort in den Gemeinden zugänglich zu machen und eine Auseinandersetzung zu ermöglichen. „Als Getaufte sind alle Christinnen und Christen Teil von Kirche und haben ihren gleichberechtigten Platz in der Kirche“, macht Schroeter deutlich. Besonders wichtig sei ihm daher auch die queere Perspektive auf Kirche.
Die Botschaft des Evangeliums weitertragen
Carina Bekemeier aus der Pfarrei St. Barbara-Bönen-Heeren wurde 1995 geboren. 2014 schloss sie das Abitur am Pestalozzi-Gymnasium Unna ab. Vor ihrer Assistenzzeit im Pastoralverbund Hamm-Mitte-Ost studierte Carina Bekemeier Religionspädagogik an der Katholischen Hochschule Paderborn und Katholische Theologie an der Ruhr-Universität-Bochum. Letzteres schloss sie mit dem Magister Theologia ab. Auch als Pastoralreferentin möchte sich Carina Bekemeier im Pastoralverbund Hamm-Mitte-Osten engagieren. Schon vor ihrem akademischen Weg brachte sich Bekemeier in ihrer Heimatpfarrei ein. So war sie als Messdienerin und Sternsingerin aktiv, bereicherte den Chor und die Band vor Ort und unterstützte die Jugendarbeit im Rahmen der Firmvorbereitung und der Betreuung von Kinderfreizeiten. Als Christin zu leben, bedeutet für sie, das Leben von einer Hoffnung getragen zu wissen und sich für die Würde jeder und jedes einzelnen stark zu machen. Ihren Glauben zum Beruf zu machen, möchte sie vor allem, um die hoffnungsvolle Botschaft des Evangeliums weiterzugeben: „Dazu möchte ich Menschen auf den unterschiedlichen Wegen begleiten. So lerne auch ich den Glauben immer wieder neu und anders kennen“, erklärt Bekemeier.
Halt und Haltung
Die im Jahr 2000 geborene Franziska Fix hat eine klare Sicht auf ihren Glauben: „Der Glaube gibt mir nicht nur Halt, sondern bringt auch eine Haltung mit sich, mit der ich durch mein Leben gehen möchte.“ Zuhause ist sie in der Liebfrauengemeinde in der Pfarrei St. Franziskus von Assisi in Hamm. 2018 hat sie am Gymnasium Hammonense ihr Abitur abgelegt und im Anschluss ein Religionspädagogikstudium an der Katholischen Hochschule in Paderborn mit dem Bachelor abgeschlossen. Während ihrer Assistenzzeit war Franziska Fix zunächst im Pastoralverbund Lippe Detmold und später im Pastoralen Raum Dortmund Ost tätig, wo sie auch künftig als Gemeindereferentin wirken wird. Wichtig ist ihr für ihre neue berufliche Tätigkeit das Miteinander der Menschen: „Nur gemeinsam kann man Glauben leben und Veränderungen bewirken. Ich möchte daher Gemeinschaft fördern“, bekräftigt Fix. Eine besondere Erfahrung, die sie in ihrer Assistenzzeit geprägt hat, sei die Begleitung von Jugendlichen zum Weltjugendtag nach Lissabon gewesen: „Es ist schön, zu sehen, wie Glauben nicht nur Jugendliche unterschiedlichen Alters verbindet, sondern auch aus ganz unterschiedlichen Nationen mit verschiedenen Sprachen und Traditionen“, erklärt die zukünftige Gemeindereferentin.
Tragen und Getragensein
Mirjam Gödeke aus der Pfarrei St. Dionysius in Herne wurde 1992 geboren. Nach ihrem Abitur in Duisburg studierte die Hernerin an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, wo sie den Magistra Theologiae erwarb. Vor dem Studium wirkte sie als Missionarin auf Zeit mit den Steyler Missionsschwestern in Chile. In ihrer Assistenzzeit war Mirjam Gödeke in der Pfarrei St. Clara im Pastoralverbund Am Phoenixsee in Dortmund und in der Klinikseelsorge im Marienhospital Herne tätig. Hier, in der Pfarrei St. Dionysius Herne, wird sie auch künftig als Pastoralreferentin arbeiten. Als Christin berufen zu sein, verbindet sie mit einer bestimmten Erfahrung: „Das Wichtigste wird mir geschenkt. Als Christin zu leben, bedeutet für mich Leben in und aus Beziehung: Tragen und Getragensein, Lieben und Geliebtsein, Begeistern und begeistert sein“, erklärt Mirjam Gödeke. Pastoralreferentin sei sie geworden, weil Seelsorge ihre Herzensangelegenheit sei: „Zeit verschenken, Lebensgeschichten begleiten, Worte leihen und Hoffnung teilen – ist das nicht ein Traumjob?“, gibt Gödeke zu bedenken. Wichtig sei ihr für ihre künftige Tätigkeit, dass „Menschen mit ihren Lebensthemen bei uns in der Kirche immer und ohne Gegenleistung ehrliches Interesse, verlässliche Präsenz, engagierte Zeugenschaft und befreiende Perspektiven zum Weitergehen finden.“ Dieses ehrliche Interesse an den Menschen hat Mirjam Gödeke schon in ihrer Assistenzzeit gezeigt: „Am wichtigsten sind mir Momente und Begegnungen geworden, in denen ich außer Dasein und Hören nichts gemacht habe. Und in denen sich doch so viel mehr ereignet hat und so viel mehr wirksam war, als sich festschreiben ließe.“
Hören, was Menschen beschäftigt
Thomas Janocha aus der Gemeinde St. Barbara Röhlinghausen in Wanne-Eickel wurde im Jahr 1999 geboren. Nach seinem Abitur am Mulvany Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung studierte er Angewandte Theologe an der Katholischen Hochschule. Bereits vor seinem Studium hatte er sich im Pastoralen Raum Wanne-Eickel engagiert: „Ich war im GPGR, dem örtlichen Gemeindeausschuss. Ein großes Feld meines Ehrenamts fand in der Kinder- und Jugendarbeit statt. Dort leitete ich die Messdienergemeinschaft in meiner Heimatgemeinde und gestaltete gemeinsame große Projekte im Pastoralen Raum“, berichtet Thomas Janocha. Außerdem sei er als Leiter in der Katholischen Jungen Gemeinde Wanne-Eickel und Betreuer auf mehreren Ferienfreizeiten tätig gewesen. „Oft war ich betraut mit der spirituellen Seite der Jugendarbeit, also Gottesdiensten, Andachten oder dem Gottesdienst auf der Ferienfreizeit“, erinnert sich Janocha. Auf diözesaner Ebene habe er sich bei YoungMission engagiert und konnte dadurch schon viele Netzwerke im Bistum kennenlernen. Seine Assistenzzeit verbrachte Thomas Janocha im Pastoralverbund Stockkämpen sowie im Pastoralverbund Dortmund Nordost, wo er auch künftig als Gemeindereferent wirken wird. Seine Motivation ist klar: „Ich möchte Gemeindereferent werden, weil ich aus meiner Begeisterung heraus die Lebensgeschichte der Menschen mit der Geschichte Jesus in Verbindung bringen möchte und die Hoffnung teilen will.“ Wichtig dafür sei, niemals einzuschlafen, sich immer wieder neu inspirieren zu lassen durch das Aufeinandertreffen von Menschen. Für ihn bedeute als Christ berufen zu sein, einen offenen Blick in die Gesellschaft zu haben. „Zu hören was Menschen beschäftigt, Gemeinschaft zu erleben und im besten Fall meine Begeisterung des Glaubens zu teilen“, führt Thomas Janocha aus.
Talente und Fähigkeiten entdecken
Jennifer Markwiok wurde 1997 geboren. Sie stammt aus der Gemeinde St. Barbara in Bergkamen-Oberaden und hat hier im Jahr 2016 ihr Abitur abgeschlossen. Im Anschluss studierte sie Religionspädagogik an der Katholischen Hochschule Paderborn und erwarb schließlich den Magister Theologiae an der WWU in Münster. Ihre Assistenzzeit verbrachte Jennifer Markwiok in der Pfarrei St. Dionysius Herne. Ihr künftiger Schwerpunkt nach der Entsendung wird die Engagementförderung im Dekanat Emschertal sein. Schon vor ihrem Studium engagierte sich Jennifer Markwiok in der Messdienerarbeit, in der Begleitung von Ferienfreizeiten, in der Jugendliturgie und in der Firmvorbereitung. Aktuell ist sie außerdem als Kuratin bei der DPSG Dortmund Husen tätig. Christin zu sein, bedeute für sie, Gott jeden Tag neu im Alltag zu entdecken und in dem Bewusstsein seiner Gegenwart zu leben. Für ihre bevorstehende Tätigkeit als Pastoralreferentin wünscht sie sich: „Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Talente und Fähigkeiten zu entdecken“, erklärt Markwiok. Schon in ihrer Assistenzzeit habe sie erfahren dürfen, „dass Pastorale Veränderungen – so schwer sie am Anfang auch erscheinen mögen – viel Gutes hervorbringen können und neuen Möglichkeiten Raum geben.“
Leben und Glaube in Kontakt bringen
Georg Becher aus der Pfarrei St. Antonius Einsiedler in Büren-Steinhausen wurde im Jahr 1965 geboren. Sein Abitur absolvierte er 1984 am Engelbert von Berg Gymnasium in Wipperfürth, der ältesten Stadt im Bergischen Land. Zuvor war Georg Becher als Seelsorger, Flüchtlingshelfer und Leiter einer Behinderteneinrichtung tätig. An den Standorten Bonn und Salzburg absolvierte er ein Studium der Katholischen Theologie, das er mit dem Diplom abschloss. Seit August 2023 ist er als Seelsorger in der Justizvollzugsanstalt Detmold und der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne tätig. Christ zu sein, bedeutet für Georg Becher berufen zu sein, seinen Glauben zu leben – authentisch und glaubwürdig. Als Seelsorger ist es ihm wichtig, Leben und Glaube miteinander in Kontakt zu bringen. In seinem beruflichen Alltag als Gefangenenseelsorger will er Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit begegnen. „In sonntäglichen Gottesdiensten den Inhaftierten ein Wort der Hoffnung zuzusagen“, das sei eine besondere Erfahrung gewesen, die er bereits in seiner Assistenzzeit erleben durfte.
Gesicht der katholischen Kirche
Stephanie Normann aus dem Pastoralen Raum Schwerte wurde im Jahr 1978 geboren. Ihr Abitur legte sie 1998 am Heinrich-Heine-Gymnasium ab. Anschließend absolvierte sie eine Hebammenausbildung. Heute blickt sie auf eine 20-jährige Berufserfahrung als Hebamme zurück. An der Katholischen Hochschule in Paderborn schloss sie das Studium der Angewandten Theologie mit dem Bachelorgrad ab. Ihre Assistenzzeit in der Ausbildung zur Gemeindereferentin verbrachte sie im Pastoralen Raum Am Hagener Kreuz, wo sie auch künftig tätig sein wird. Christin zu sein, bedeutet für Stephanie Normann, eine Beziehung zu Gott zu haben und sich als Teil der Gemeinschaft der Gläubigen zu verstehen. „Ich setze meine persönlichen Gaben und Talente konkret für den Dienst in der Kirche ein“, erklärt Normann weiter. Als Gemeindereferentin wolle sie anderen Menschen die Möglichkeit eröffnen, eine eigene Beziehung zu Gott und zu Jesus aufzubauen. Wichtig dabei sei ihr, nah an den Menschen und ein konkretes Gesicht der katholischen Kirche zu sein.
Gott in Begegnungen Raum geben
Sebastian Vieth aus der Gemeinde St. Mauritius in Nordkirchen ist im Jahr 1990 geboren worden. Sein Abitur legte er am Privaten Gymnasium Canisianum in Lüdinghausen ab. Außerdem absolvierte er eine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz uns Sicherheit. Seinen Magister Theologia erwarb er an den Universitäten in Münster und München. Während seiner Assistenzzeit war er in der JVA Werl beschäftigt, wo er auch künftig als Pastoralreferent wirken wird. Als Christ möchte er seine Werte durch Taten und Haltung erfahrbar werden lassen. Wichtig sei ihm in seiner täglichen Arbeit, den Glauben nicht zu vernachlässigen und Gott bei jeder Begegnung Raum zu geben.
Der Mensch im Mittelpunkt
Andrea Rudolphi aus der Gemeinde St. Joseph in Marienloh wurde im Jahr 1979 geboren. Bereits vor ihrem Studium der Religionspädagogik an der Katholischen Hochschule in Paderborn engagierte sie sich in ihrer Heimatgemeinde als Lektorin, in der Kinderkirche, bei den Vorbereitungen auf die Erstkommunion und bei Totengebeten. Bevor sie sich dazu entschloss, den beruflichen Pfad der Gemeindereferentin einzuschlagen war Andrea Rudolphi als Bankkauffrau bei der Sparkasse Paderborn tätig. Christ zu sein bedeutet für sie: „den Menschen immer wieder zu sagen, dass sie wertvoll und geliebt sind – so, wie sie sind!“ Als Gemeindereferentin wolle sie den Glauben im Alltag der Menschen spürbar werden lassen, führt Rudolphi aus. Wichtig sei ihr dabei, den Menschen im Mittelpunkt zu sehen. „Beziehungen und Präsenz sind die Grundlagen unserer Arbeit“, stellt sie mit Blick auf ihre dreijährige Ausbildungszeit in der Pfarrei Heiliger Martin fest. Hier, in der Gemeinde in Schloß Neuhaus, wird Andrea Rudolphi auch nach ihrer Entsendung wirken.