Es war ein spannender Ausflug an einen eigentlich allen bekannten Ort am 16.07.26. Zwölf Mitglieder der Dekanatskonferenz machten sich auf den Weg nach Paderborn. Am Vormittag stand der Besuch des Memory-Mahnmals in der Brigidenkapelle des Paderborner Doms auf dem Programm, das an die Betroffenen sexualisierter Gewalt und geistlichem Missbrauch im Erzbistum Paderborn erinnert. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Studie „ Sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum Paderborn“ hatten die Teilnehmenden selbst einen solchen Besuch angeregt. Eingeführt und begleitet wurde der Besuch von Reinhold Harnisch von der Betroffenenvertretung im Erzbistum Paderborn und Dr. Christiane Ruhmann, Kuratorin des Diözesanmuseums. Beide haben bei der Erstellung des Mahnmals mitgewirkt und erläuterten eindrucksvoll den Prozess der Entstehung und inhaltlichen Gestaltung. Leitend war bei der Erstellung vor allem ein interaktiver Zugang und die Originalstimmen der Betroffenen ins Wort zu bringen. Beide standen auch zum Austausch bereit. Das Mahnmal „Memory-AUFDECKEN+ERINNERN“ ist ganztägig besuchbar und über alle Eingänge zu Öffnungszeiten des Doms zu erreichen.
Am Nachmittag wurden die Mitglieder von Michaela Welling und Johannes Schäfer aus der Leitung des Leocampus empfangen. Das Gelände war den meisten aus Ausbildungszeiten bekannt, umso spannender war der Eindruck der auch baulichen Neugestaltung der Gebäude. Das Konzept des gemeinsamen Miteinanders von Studierenden unterschiedlicher theologischer Studien, Stipendiaten der Ostkirchen und jungen Menschen im Orientierungsjahr und die Bestrebungen einer zukunftsfähigen Begleitung waren gleichermaßen interessant wie hoffnungsstiftend. Dass die Führung bei den hohen Außentemperaturen vor allem im Schatten alter Bäume im Außengelände stattfand, tat den Erinnerungen an Zeiten im Priesterseminar oder an der Katholischen Hochschule keinen Abbruch. Ein abschließender Impuls in der beeindruckenden Kapelle rundete den Tag ab.