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Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz hat seinen Platz eingenommen

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz hat seinen Platz eingenommen

Neuer Paderborner Erzbischof in Festgottesdienst ins Amt eingefhrt / Monsignore Dr. Michael Bredeck und Prlat Thomas Dornseifer werden gleichwertige neue Generalvikare / Zahlreiche Menschen feiern im Dom und bei Live-bertragungen / Klang- und genussvolles Rahmenprogramm

Paderborn (pdp) Die 17 Monate whrende Zeit des vakanten Bischofsstuhls im Paderborner Dom ist vorbei: Am heutigen Sonntag, 10. Mrz 2024, hat Dr. Udo Markus Bentz in einem Festgottesdienst die Kathedra in der Bischofskirche des Erzbistums Paderborn „in Besitz genommen“. Damit ist er offiziell der 67. Bischof und fnfte Erzbischof von Paderborn. Gleichwertige Generalvikare werden Monsignore Dr. Michael Bredeck und Prlat Thomas Dornseifer. Zahlreiche Ehrengste und Interessierte aus nah und fern feierten die Amtseinfhrung mit – im Dom oder via Live-bertragungen. Den Gottesdienst, der von Aktiven aus verschiedenen Bereichen des Erzbistums mitgestaltet wurde, umrahmte ein groes Fest: Ein Glockenkonzert und ein Markt der Mglichkeiten zogen unzhlige Menschen vor den Dom. Bei einem ffentlichen Begegnungsfest in der Mehrzweckhalle der Paderborner Schulen St. Michael konnten die Menschen nach dem Gottesdienst bei einem herzhaften Imbiss „ihren“ neuen Erzbischof kennenlernen. 

Der bisherige Dizesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck, der das Erzbistum Paderborn in der Zeit der Vakanz geleitet hat, begrte die Gste im Dom und bei den Live-bertragungen. Er dankte Dr. Udo Markus Bentz, „dass er sich nach so vielen Jahren in Mainz aufmacht, um mit uns und fr uns in Westfalen zu wirken“. In einer epochalen Transformation gehe die Kirche ihren Weg in der Gewissheit eines bleibenden Auftrags weiter: „das Sakrament der Liebe Gottes und das Zeichen der Einheit der Menschen mit Gott und untereinander zu sein“, erklrte Msgr. Dr. Bredeck. Der Dizesanadministrator dankte allen, die whrend der Sedisvakanz das Leben im Erzbistum weitergestaltet und den Tag der Amtseinfhrung vorbereitet haben.

Inbesitznahme unter Fanfarenklngen 

Beim Ritus der Amtseinfhrung erfolgte kein Weiheakt, denn Dr. Udo Markus Bentz hat bereits 2015 die Bischofsweihe als Mainzer Weihbischof empfangen. Der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterović sprach zunchst ein Gruwort: Gemeinsam mit dem neuen Erzbischof stnden alle im Sendungsauftrag Jesu. Es gehre zur Aufgabe der Evangelisierung, „dass wir uns in Dienst nehmen lassen vom Herrn, ohne den wir nichts ausrichten knnen“, sagte Erzbischof Dr. Eterović. Der Vertreter des Heiligen Vaters in Deutschland dankte Msgr. Dr. Bredeck fr seinen Dienst in der nicht einfachen Zeit des bergangs.

Der Apostolische Nuntius berreichte anschlieend die Ppstliche Ernennungsbulle an Dompropst Monsignore Joachim Gbel. Nachdem dieser die Urkunde verlesen hatte, richtete sich der Dompropst an den neuen Erzbischof: „Mit Freude stelle ich fest, dass Sie der rechtmige Erzbischof von Paderborn sind“. Der Apostolische Nuntius fhrte Dr. Udo Markus Bentz zum Bischofsstuhl und sagte die entscheidenden Worte: „Ich bitte Sie, Ihr Amt anzutreten, indem Sie auf der Kathedra des Paderborner Erzbischofs Platz nehmen“. Erzbischof em. Hans-Josef Becker berreichte seinem Nachfolger den Hirtenstab und sprach dazu: „Nimm hin den Stab des heiligen Hathumar. Trage Sorge fr die Kirche von Paderborn, trage Sorge fr die ganze Herde Christi. – Der Heilige Geist, der dich zum Bischof bestellt hat, mge dir helfen, das Volk Gottes zu leiten.“ Der ernannte Paderborner Erzbischof nahm daraufhin sichtlich bewegt auf der Kathedra Platz – und wurde damit, von Applaus begleitet, offiziell zum neuen Paderborner Erzbischof. Dem besonderen Moment angemessen erklang die Fanfare aus „Now thank all we our god“ von John Rutter. 

Dompropst Msgr. Gbel legte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz schlielich das Rationale an, das Ehrenzeichen der Bischfe von Paderborn. Der liturgische Schulterschmuck verweist auf den Auftrag des Bischofs, die Wahrheit des Glaubens zu hten und zu verknden. Zum Abschluss des Einfhrungs-Aktes tauschte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz mit dem Domkapitel, das ihn gewhlt hatte, und allen Bischfen an der Kathedra den Friedensgru. 

Menschen aus dem Erzbistum wirkten mit

Seelsorgerinnen und Seelsorger traten im Anschluss vor die Kathedra und gaben dem neuen Paderborner Erzbischof gegenber stellvertretend ihr Treueversprechen: Dechant Pfarrer Georg Schrder aus Schmallenberg, der Stndige Diakon Bjrn Klber aus Olsberg, Pater Siegfried Modenbach SAC vom Geistlichen Zentrum Kohlhagen, Sr. Ulrike Brand CBMV von den Augustiner Chorfrauen Paderborn, Gemeindereferentin Ursula Klauke aus Meschede und Pastoralreferent Sren Becker aus Paderborn. Auch mit ihnen tauschte Erzbischof Dr. Bentz den Friedensgru, ebenso wie mit einer Familie, die ihm eine Kerze mit seinem Wappen berreichte mit dem Verweis auf Christus, das Licht der Welt.

Predigt: „Dienst als Kirche muss Dienst der Vershnung sein“

Der neue Erzbischof stand der sich anschlieenden Eucharistiefeier vor. In seiner mit Spannung erwarteten Predigt betonte er, in der geistlichen Gewissheit des Mitwirkens Gottes nach Paderborn zu kommen. Angst und Verzagtheit seien keine Gaben des Gottesgeistes, machte Erzbischof Dr. Bentz deutlich: „Vertrauen, Mut, Offenheit, Barmherzigkeit, Freude am Evangelium und eine gute Unterscheidung der Geister werden uns erleben lassen, dass Gott in dem mitwirkt, was wir in seinem Namen wirken.“

ber Gott ins Gesprch zu kommen, werde heute zunehmend schwerer, ein Leben mit Gott werde oft nur als eine Option von vielen wahrgenommen, stellte der neue Paderborner Erzbischof fest. Gott in dieser Gesellschaft wachzuhalten, werde in den kommenden Jahren zur Herausforderung, „Gott also so die Ehre zu geben, dass es dem Frieden der Menschen dient“, verdeutlichte Erzbischof Dr. Bentz mit Bezug auf seinen Wahlspruch „Gloria Deo – Pax hominibus“.  

Dieser umfassende Friede msse in vershnten Beziehungen wurzeln: zwischen Gott und den Menschen, zwischen den Menschen untereinander in Gesellschaft und Vlkergemeinschaft sowie in einer Vershnung mit der Schpfung. „Unser Dienst als Kirche muss ein Dienst der Vershnung sein. Hier hat die christliche Botschaft, hier haben die Kirchen mit ihrer Verkndigung, ihren seelsorglichen und caritativen Diensten, aber auch in ihrem gesellschaftlichen Engagement ein unverzichtbares Potenzial. Dafr sollten wir uns in die Pflicht nehmen lassen“, forderte der neue Paderborner Erzbischof. 

Gott inmitten der Menschen lebendig halten

Wenn Kirche Gott inmitten der Menschen lebendig halten wolle, seien dafr laut Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz mehrere Prmissen ntig: „aufeinander hren, was die Menschen umtreibt und was das Leben ihnen heute zumutet; gemeinsam zu fragen, wie eine Antwort von Jesus Christus und seinem Evangelium aussehen knnte; es aushalten knnen, dass es an verschiedenen Orten auch zu verschiedenen Antworten kommen darf; in Bescheidenheit aushalten, dass Gott nicht immer nur die Antwort ist, sondern selbst eine Frage bleibt, weil er der uns unverfgbare Gott ist“, lie der neue Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zum Abschluss seiner Predigt erste Zukunfts-Gedanken konkret werden. 

Glubige, die fr verschiedene Bereiche des kirchlichen Lebens stehen – wie das Dizesankomitee, die Caritas, Menschen mit krperlichen oder geistigen Einschrnkungen, Schule und Erziehung oder Gemeinden anderer Muttersprache im Erzbistum Paderborn –, sprachen die Frbitten. Kinder der Paderborner Grundschule St. Michael und Erzieherinnen aus Kindertagessttten des Erzbistums brachten die Gaben fr die Feier der Eucharistie zum Altar, wo Erzbischof Dr. Bentz diese entgegennahm. Die Kommunion wurde nicht nur im Dom ausgeteilt, sondern auch in die benachbarte Gaukirche und in die Kaiserpfalz gebracht, wo viele Glubige den Gottesdienst per Live-bertragung mitfeierten. 

Worte des Dankes

Zum Abschluss des Gottesdienstes dankte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz neben Dizesanadministrator Msgr. Dr. Michael Bredeck und seinem Stndigen Vertreter Prlat Thomas Dornseifer – fr beide gab es Applaus – allen, die „das Erzbistum auf einem guten Weg durch die Zeit der Vakanz gefhrt haben“. Der Applaus dauerte an, als der neue Paderborner Erzbischof verkndete, dass er den vorherigen Dizesanadministrator und seinen Stndigen Vertreter zu gleichwertigen Generalvikaren ernenne: Msgr.  Dr. Bredeck wird fr den Bereich Pastoral und Entwicklung zustndig sein, Prlat Dornseifer fr den der Ressourcen. „Beide werden ihre Verantwortung jedoch verzahnt wahrnehmen“, erklrte Erzbischof Dr. Bentz.

Dank sagte der neue Paderborner Erzbischof auch fr die festliche Vorbereitung seiner Amtseinfhrung und fr die Begleitung seiner Weggefhrtinnen und -gefhrten. Seinem Amtsvorgnger Erzbischof em. Hans-Josef Becker sagte Dr. Bentz: „Du hast mehr als zwei Jahrzehnte dieses Bistum geprgt und warst den Menschen ein guter Hirte. Daran darf ich nun gut anknpfen“. Dem Metropolitankapitel und allen im Erzbistum, „die viel Vertrauen in mich setzen“, galt sein Dank, ebenso wie dem Apostolischer Nuntius und Papst Franziskus, „der mir diesen Dienst fr die Kirche von Paderborn nicht nur bertragen, sondern anvertraut hat“. Vor allem aber dankte Dr. Udo Markus Bentz Gott: „Ihm will ich mit meinem Wirken die Ehre erweisen und dem Frieden der Menschen dienen. Ohne IHN wre alles nichts, durch IHN wird unser gemeinsamer Weg in die Zukunft zum Segen.“

Als Schlusslied schallte stimmgewaltig „Sei gegret, o Libori“ durch den Hohen Dom und von dort via Live-bertragung in die Gaukirche, die Kaiserpfalz, auf den Platz vor den Dom und in unzhlige Huser und Wohnungen, wo Menschen die Amtseinfhrung im Live-Stream oder im TV in den dritten Programmen von WDR und HR mitgefeiert hatten. 

Gruworte

Vor dem groen Auszug nutzten Ehrengste die Chance fr Gruworte. Dr. Georg Btzing, Bischof von Limburg, dankte als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz dem neuen Paderborner Erzbischof fr dessen Untersttzung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland: „Du bist diesen Weg von Anfang an engagiert mitgegangen und bist auch weiterhin davon berzeugt, dass wir nur als synodale Kirche die Herausforderungen der Gegenwart bewltigen knnen.“ Das Erzbistum Paderborn habe einen Erzbischof mit einem „Ohr am Puls der Zeit ebenso wie bei den Sorgen und Hoffnungen der Menschen“, bekrftigte der Limburger Bischof. Bischof Dr. Btzing dankte auch Dizesanadministrator Msgr. Dr. Michael Bredeck fr viele „nachhaltige Antworten“ in dessen Dienst. 

Whrend der Zeit der Vakanz im Erzbistum Paderborn htten sich viele Glubige im Bistum Le Mans den Gebeten in der Erwartung des neuen Paderborner Erzbischofs angeschlossen, sagte Dr. Jean-Pierre Vuillemin, Bischof der Paderborner Partnerdizese Le Mans. „Der heilige Liborius, der vierte Bischof von Le Mans, mge fr Sie bei Gott bitten, dass er Ihren apostolischen Eifer untersttze und fruchtbar mache“, richtete sich Bischof Dr. Vuillemin an seinen Mitbruder Erzbischof Dr. Bentz. 

Sich der Verantwortung stellen

Dr. Udo Markus Bentz war seit 2017 Generalvikar des Mainzer Bischofs Professor Dr. Peter Kohlgraf. In seinem Gruwort stellte Bischof Kohlgraf mit Bezug auf die Pastoralregel Papst Gregors des Groen fest: Verantwortung zu bernehmen und „Macht als Gestaltungsmglichkeit im Dienst fr andere“ wahrzunehmen, sei nicht gegen das Evangelium. „Es braucht heute Menschen auf allen Ebenen, die nicht weglaufen, sondern sich ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten stellen“, machte der Mainzer Bischof deutlich und gab seinem ehemaligen Generalvikar einen Rat des heiligen Bernhard von Clairvaux mit auf den Weg: als Bischof bei aller Arbeit auch ein Herz fr sich selbst zu behalten. 

Engagierte in Gemeinden und Verbnden setzen sich in Kirche und Welt ein, unterstrichen Nadine Mersch und Jan Hilkenbach als Vorsitzende des Dizesankomitees im Erzbistum Paderborn. Mersch und Hilkenbach betonten, dass vor allem die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt „notwendig fr die Zukunft und die Glaubwrdigkeit unserer Kirche“ sei. „Das Dizesankomitee und die Engagierten in den Gemeinden und Verbnden stehen bei Zukunftsfragen an Ihrer Seite, um offen mit Ideen und Erfahrungen die Prozesse zu gestalten“, sicherten die beiden Vorsitzenden dem neuen Erzbischof zu.

Dietmar Arends als Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche gratulierte im Namen der „Kirchen der kumene, mit denen das Erzbistum geschwisterlich verbunden ist“. Arends uerte die Hoffnung, „dass wir den kumenischen Weg gemeinsam fortsetzen und das Miteinander gestalten knnen.“ An vielen Orten zwischen den Gemeinden der evangelischen Landeskirchen und dem Erzbistum Paderborn gebe es „hoffnungsvolle kumenische Aufbrche“. Er freue sich, wenn es miteinander immer besser gelinge, die Einheit sichtbar werden zu lassen, erklrte der Landessuperintendent. 

Gesellschaftlichen Zusammenhalt strken

Nathanael Liminski, Minister fr Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien, berbrachte als Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen die Gre der NRW-Landesregierung. Kirche und Staat sei gemeinsam das „Wohlergehen der Menschen in unserem Land anvertraut“. Diese gemeinsame Verantwortung sporne an, wenn es darum gehe, „den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu strken und die Demokratie in unserem Gemeinwesen zu sichern“. „Wir als Landesregierung freuen uns, Sie als vertrauensvollen Partner an unserer Seite zu wissen“, sagte Nathanel Liminski dem neuen Paderborner Erzbischof. Er dankte auch dessen Vorgnger Erzbischof em. Hans-Josef Becker sowie dem Dizesanadministrator, der fr Kontinuitt gesorgt habe „im guten Miteinander von Staat und Kirche“. 

Paderborns Brgermeister Michael Dreier, der eine Urkunde zur Amtseinfhrung mitbrachte, drckte seinen Wunsch aus, dass sich die „vertrauensvolle und von Freundschaft geprgte“ Zusammenarbeit von Kirche und Stadt in Zukunft fortsetzen mge. „Sie haben hier in Paderborn die Segel gesetzt und sind mit Ihrem Glauben als Kompass an Bord gekommen“, sagte Brgermeister Dreier dem neuen Erzbischof und wnschte diesem, „das Steuer auch bei unruhigem Fahrwasser sicher im Griff zu haben“. Der Paderborner Brgermeister dankte Msgr. Dr. Michael Bredeck, der „whrend der Vakanz das Schiff sicher gesteuert und auf Kurs gehalten“ habe.

Wohlklingendes Willkommen

Um Punkt 12 Uhr startete der wohlklingende Countdown zur Amtseinfhrung mit einem Glockenkonzert, mit dem das Dekanat Paderborn den neuen Erzbischof begrte. Das reizvolle Wechselspiel von Durchluten und historischem Beiern, dem manuellen Anschlagen einzelner Glocken zu festlichen Melodien, lockte viele Menschen in die Innenstadt. Vor dem Dom prsentierten sich auf einem Markt der Mglichkeiten katholische Verbnde, Einrichtungen und Akteure mit ihren Angeboten und machten das vielfltige katholische Leben im Erzbistum Paderborn spr- und erlebbar. Mit Kaffee und anti-alkoholischen Getrnken sowie sem Glocken-Gebck war fr das leibliche Wohl gesorgt. Auch das Erzbischfliche Dizesanmuseum machte kostenlose Angebote wie eine Fhrung durch die Ausstellung „Malen gegen die Dunkelheit“ mit Knstlerin Ursula Jngst oder eine Bastelwerkstatt. 

Erstes Kennenlernen beim Fest der Begegnung

Ab 14.15 Uhr hatten alle Glocken im ganzen Dekanat und in der Stadt Paderborn den Festgottesdienst eingelutet, bereits ab 14 Uhr waren die Fahnenabordnungen und Vertretungen von dizesanen Gruppen und Verbnden in den Dom eingezogen, bevor dies um 14.30 Uhr zum Beginn des Festgottesdienstes auch der ernannte Erzbischof mit den Konzelebranten und dem Metropolitankapitel tat. 

Beim Auszug nach dem Gottesdienst begrten zahlreiche Schtzen den neuen Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz vor der Paderborner Bischofskirche im Spalier. Schon in diesen Momenten, in denen viele begeisterte Menschen „ihren“ neuen Erzbischof feierten, war sichtbar, wie gelst Dr. Udo Markus Bentz diese Begegnungen genoss. Zu einem ersten Kennenlernen hatte der neue Paderborner Erzbischof nach dem Festgottesdienst zu einem ffentlichen Fest der Begegnung in der Mehrzweckhalle der Schulen St. Michael eingeladen: Bei einem herzhaften Imbiss erwarteten die Gste unter anderem auch Spezialitten aus der pflzischen Heimat des neuen Paderborner Erzbischofs.

Konzelebranten

Die Reihe der Konzelebranten bei der Amtseinfhrung des neuen Paderborner Erzbischofs war lang und prominent besetzt: Neben dem Apostolischen Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterović konzelebrierten Bischof Dr. Georg Btzing als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Jean-Pierre Vuillemin aus Le Mans, Bischof Dr. Peter Kohlgraf aus Mainz, Erzbischof em. Hans-Josef Becker, die Weibischfe Matthias Knig, Dr. Dominicus Meier OSB und Josef Holtkotte, der bisherige Dizesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck sowie die beiden Vikare Philipp Neumann und Patrick Vitt. Als Diakone assistierten Thomas Huneke und Jens Baronowsky.

Musik und Kollektenzweck

Unter der musikalischen Gesamtleitung von Domkapellmeister Thomas Berning prsentierten die Chre der Dommusik, das Blechblserensemble der Nordwestdeutschen Philharmonie, Domkantor Patrick Cellnik und Domorganist Tobias Aehlig Chormusik von Orlando di Lasso, Andrea Gabrieli, Joseph Rheinberger, John Rutter und anderen. Mit der Kollekte des Gottesdienstes werden die lokale Hilfsinitiative Padermahlzeit sowie Christen im Heiligen Land untersttzt. 

Hintergrund

Mit der Amtseinfhrung von Dr. Udo Markus Bentz als neuem Paderborner Erzbischof ist die 17 Monate andauernde Vakanz des Paderborner Bischofsstuhls vorbei: Nach der geheimen Wahl durch das Paderborner Metropolitankapitel hat Papst Franziskus am 9. Dezember 2023 Dr. Udo Markus Bentz zum Erzbischof von Paderborn ernannt. Der gebrtige Pflzer ist Nachfolger von Erzbischof em. Hans-Josef Becker, dessen Amtsverzicht Papst Franziskus am 1. Oktober 2022 angenommen hat.